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Mr.Million oder sein Geld-Stück, auf den Markt geworfen. Ein Mann kommt auf die Bühne und behauptet, eine Kostbarkeit in Händen zu halten. Mittellos hatte er schon begonnen, am Sinn seines Lebens zu zweifeln. Da habe er von viel Geld zu träumen begonnen. Eines Tages sei er dann im Traum an einen Brunnen gekommen,wie auch immer hinabgestiegen, und sei dort tatsächlich auf einen Schatz gestoßen. Weiter träumend sei er über Nacht in die Stadt gelaufen, um den überraschenden Fund zu Geld zu machen. Doch in der Bank schon mußte er erkennen, wie schwierig das werden wird. Alle Welt wird seinen Schatz als totes Kapital oder als Diebesgut betrachten, das der Allgemeinheit zusteht. Ausgeschlafen nimmt er die Suche nach einem Ausweg, der einem Wunder gleichen muß, wieder auf. Tagträumend kann er sich nur Amerika oder den Orbit als Zufluchtsort vorstellen. Doch erträumte Auswege haben ihre Tücken. Kein sicherer Ort, nirgends, da kann man sich im Traum drehen und wenden, wie man will. Könnte da(s) Theater weiterhelfen?
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Mister Million in Stuttgart Es war ein sehr gelungener Theaterabend, zu dem der Arbeitskreis Kultur bei uns am Sonntag, 21. Oktober 2007 ins Atrium in Sillenbuch eingeladen hatte. Nach einem Motiv des russischen Dramatikers Alexander Kopkow hat Berndt Renne eine Solokomödie geschrieben, die er nun auch selber spielt. Der Held ist Mr. Million, der mit einem in einem Sack versteckten Schatz unterm Arm ins Theater kommt und nach der Requisite ruft. Vom Personal ist aber niemand da. So wartet er eben, entdeckt das Publikum und macht es sofort (Ach, Sie sind auch hier!) zu seinem Verbündeten: In dem Sack stecke eine Million in Gold. Seinen Schatz hat er gefunden, als er begonnen hatte, wegen seiner nicht enden wollenden Armut am Sinn des Lebens zu zweifeln. Nun verführt Mister Million sein Publikum, mit ihm in einen Geld-Traum zu gleiten, macht die Zuschauer zu seinen Traumbegleitern, nimmt sie mit auf eine wundersame, verwickelte Abenteuerreise. Dabei überlebt er einen gefährlichen Abstieg in einen Brunnen und findet dort tatsächlich den erträumten Schatz, einen goldenen Elefanten. Doch dieser Schatz lässt sich nicht so einfach zu Geld machen, wie er es sich erträumt. Wie Viele vor ihm erwägt er als letzten Ausweg die Flucht nach Amerika. Auch der Aufenthalt im Orbit scheint ihm eine Möglichkeit zu sein, sein Vermögen vor denen zu retten, die es ihm nicht gönnen wollen. Rettung verspricht er sich am Ende im Theater nur in einem Fundus glaubt er den goldenen Elefanten in Sicherheit. Das Publikum ließ sich auf das surreale Spiel vergnügt ein und freute sich an den skurrilen Abenteuern des Mister Million. Berndt Renne hat in dieser Komödie eine dichte Sprache gefunden, die frische Bilder schafft (Liebes Kapital! Anschauen, streicheln, besitzen. Das Lustobjekt. Die verworfene Schönheit. Alle wollen sie!) und opulente Klänge bietet (Gold gilt. Geld. Sonst gar nichts. Gern gurrt Gold, das gelbe Geld, gierig grollend gurrt es nach Gewinn.) Das Klangspiel mit den Gs steigert sich zum waghalsigen Ritt über die Holzbockleiter, ein eindrückliches Beispiel für Rennes lustvolles Spiel auf der originell minimalistisch ausgestatteten Bühne (Monika Wibmer). Mit Mister Million ist Berndt Renne ein Text gelungen, der unbedingt auf die Bühne gehört. Der Abstieg in die Unterwelt durch den Brunnen erinnert an Alices Eintritt in die Wunderwelt. Mister Million bekennt sich aber auch zur russischen Schule nach der Oktoberrevolution: Hinter dem üppigen, stilbildenden Leitmotiv des goldenen Elefanten steht der Menschheitstraum vom Tanz um das goldene Kalb. An Kafka gemahnen die anhaltenden Versuche des Mister Million, sich aus Verwicklungen wie aus schlechten Träumen zu lösen. Doch finden sich auch Passagen, die einem politischen Kabarett nicht schlecht anstünden (Da läuft eine Vorstellung, und keiner kümmert sich. Wo bleiben die?), ebenso wie heiter-beklemmende Selbstironie (Was macht ein Generalintendant ade, wenn ihm nichts zu wenig ist? Er spielt!), mit der sich Renne als Autor wie als Spieler auf Distanz zum üblichen Rollenverhalten bringt. Renne bedient sich bravourös seines Instrumentariums: Die Szene mit dem Banker, wo Mister Million versucht, den Goldenen Elefanten zu Geld zu machen, gerät über die stimmlichen Modulationen, das temporeiche, exakte Spiel mit Gesten und Mimik zu einem brillanten Duett für einen Schauspieler, das man nicht so schnell vergisst. Ein unterhaltsamer Abend, der zeigt, wie anspruchsvoll Vergnügen sein kann.
Edda Fehren |
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Zu einer früheren Fassung des Stückes hieß es schon : Über eine durchaus gelungene Premiere zur Eröffnung des THEATERS AN DER LANDSTRASSE kann sich Berndt Renne freuen. Von ihm stammt die Idee der Theatergründung. In einem alten Speicher war er in dem Schwank DAS GELDSTÜCK zu erleben. Das zahlreich erschienene Publikum war begeistert. Nordkurier vom 4.4.05
Volkstheater im besten Sinne bot Berndt Renne mit seiner Ein-Mann-Show. Man war sich nie richtig sicher: Ist das nun aktuellstes politisches Kabarett? Ein volkstümlicher Schwank? Tiefsinnige philosophische Betrachtung in bester Faust-Tradition? Oder eben einfach Theater? Vor allem viel Gutes. Und deshalb wurde der Abend für einen wie Berndt Renne zu einem spektakulären Erfolg. Templiner Zeitung vom 4.4.05
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Jeder träumt davon einmal eine Million zu haben, einen Schatz zu finden. Ob das ein guter oder ein schlechter Traum ist, das konnten die Zuschauer gestern Abend im Theater der Stadt Hameln erfahren, dort gastierte nämlich Berndt Renne mit seinem Ein-Personen-Stück Mr Million oder ein Geld-Stück auf dem Markt geworfen. Christoph Huppert hat es sich angeschaut 14.02.2008 Radiokommentar 4MB mp3 :
Zeilensprung Februar 2008 |