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Renne in Chur
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WENN FUNKTION UND FUNKTIONÄR HOCHZEIT FEIERN IN SITU ist mit HÄUTUNGEN eine starke Produktion gelungen: Stark ist das Triptychon mit Texten aus drei Werken von Heiner Müller vor allem dann, wenn Regisseur Berndt Renne selbst auf der Bühne steht...Einer der großen Höhepunkte des Abends in der Postremise Chur ist denn auch DER MANN IM FAHRSTUHL, ein Ausschnitt aus Müllers 1980 entstandenem Theaterstück DER AUFTRAG. ERINNERUNGEN AN EINE REVOLUTION. Renne spielt in diesem Monolog den Mann - genauso ein Abbild charakterloser Mitläufer in der damaligen DDR als auch autoritätsgläubiger Befehlsempfänger im Westen - derart brilliant, daß die Spannung in der Postremise schier unerträglich wird. BÜNDNER TAGBLATT vom 24.11.06
DIE THEATRALE QUADRATUR DES MÜLLER-KREISES IST GEGLÜCKT Die Aufgabe, die sich Berndt Renne gestellt hatte, war alles andere als leicht zu lösen...Das Unterfangen, die vielgestaltigen Theaterarbeiten Müllers in eine Art Mini-Revue einzudampfen, setzte nicht nur eine genaue Stücke-und Textkenntnis, sondern auch eine gewisse Chuzpe in der Kombination des Materials voraus. Beides war Renne gegeben... In die Rolle des alternden Vicomte Valmont schlüpft Schmied, nachdem er den Monolog des kroatischen Bauern aus GERMANIA 3 mit beeindruckender Langsamkeit gehalten hat. Später, in WOLOKOLAMSKER CHAUSSEE IV: KENTAUREN überrascht er wie Baar mit komischem Talent. Renne seinerseits brilliert ebenfalls mit einem Monolog. Der umfangreiche Prosatext aus Müllers DER AUFTRAG beschreibt in kafkaesker Manier die Aufzugsfahrt eines subalternen Beamten in die Chefetage. Doch statt im Büro des Chefs landet der Mann nach einer alle physikalischen Gesetze sprengenden Fahrt in einem ihm unbekannten peruanischen Dorf. Rennes schauspielerische Zurückhaltung lässt die Szene zu einem Kabinettstück des Abends werden. DIE SÜDOSTSCHWEIZ vom 24.11.06 |
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